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Regione Autonoma 
Friuli-Venezia Giulia

Friaul-Julisch Venetien, die östlichste Region der italienischen Halbinsel, erstreckt sich über 784.000 Hektar und wird von den Alpen, der Adria, der Poebene, der venetischen Tiefebene und dem Karst begrenzt. 

Fast 1,2 Millionen Menschen leben in dieser Region, die aus den vier Provinzen Triest, Udine, Pordenone und Görz besteht und deren Hauptstadt Triest ist. 

Hier lebt auch eine beachtliche slowenische Minderheit, kleine deutsche Sprachinseln haben sich in Zahre (Sauris), in Tischelwang (Timau) und im Kanaltal erhalten, und die Friauler sind stolz auf ihre Zugehörigkeit zur rätoromanischen Sprachgruppe und auf ihre Sprache, die noch von vielen gesprochen wird. 

Aufgrund seiner geopolitischen Lage wurde Friaul-Julisch Venetien zu einem Verkehrsknotenpunkt, der Nord, Süd, Ost und West miteinander verbindet. Hier laufen unzählige Handelsverbindungen zwischen Mitteleuropa, dem Mittelmeerraum und dem Orient, aber auch zwischen den EU-Ländern und den Ländern des Donau- und Balkanraumes zusammen. Die Infrastruktur der Region garantiert schnelle Verkehrsverbindungen und dank der Auto- und Eisenbahnverbindungen mit Österreich und Deutschland ist Friaul-Julisch Venetien fest in das europäische Straßennetz eingebunden. 

Auf ihrem Weg von einem Agrar- zu einem Industrieland hat die Region Friaul-Julisch Venetien den Anschluß an die internationale Spitze geschafft. Heute stützt sich die Wirtschaft des Landes auf Großunternehmen verschiedener Branchenzugehörigkeit (Elektrohaushaltsgeräte, Schiffsbau, Eisenindustrie) und auf eine Vielzahl florierender Klein- und Mittelbetriebe, aber auch Handwerk und Kleingewerbe bereichern das Wirtschaftsleben der Region. 

Parallel dazu haben sich Wissenschaft und Forschung zu einem wichtigen Standbein der Region entwickelt. Heute ist Friaul-Julisch Venetien Standpunkt bedeutender Forschungsinstitute, die weltweites Ansehen genießen. Dazu gehören z.B. das International Centre for Genetic Engineering and Biotechnology ICGEB in Triest und der Teilchenbeschleuniger ELETTRA im Triester Forschungszentrum „Area di Ricerca", der auch den Industrie- und Forschungszentren in Mitteleuropa und Osteuropa zur Verfügung steht. 

Die landwirtschaftliche Tradition des Landes ist über all dem aber nicht in Vergessenheit geraten, und heute genießt Friaul-Julisch Venetien besonders in der Weinproduktion wieder einen internationalen Ruf. 

Abschließend noch ein paar Worte über den Fremdenverkehr der Region. Friaul-Julisch Venetien ist mit seinen Stränden in Grado und Lignano ja schon seit jeher ein beliebtes Urlaubsziel der Gäste aus den deutschsprachigen Ländern, doch heute präsentiert sich die Region mit den Wintersportorten Piancavallo, Forni di Sopra, Ravascletto, Sella Nevea und Tarvis auch als El Dorado für Bergfreunde. Tarvis hat sich gemeinsam mit Kärnten und Slowenien um die Austragung der Olympischen Winterspiele 2006 beworben.