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Somogy 
 

Das Komitat Somogy erstreckt sich über eine mit europäischem Maßstab gemessen nicht allzu große Fläche - 6.036 km2 - und wird im Norden vom größten Süßwassersee Mitteleuropas, dem Balaton (Plattensee) und im Süden von der Drau, die zum Teil auch Staatsgrenze ist - umrahmt. Riesige Waldflächen und zahlreiche Naturschönheiten, wie z.B. die Sumflandschaft Klein-Balaton verleihen dieser Region eine besondere Note.

Weitere Charakteristika:

- Die europäische Verkehrsachse Kiew-Triest durchquert das Komitat Somogy.

- Die durch das Komitatsgebiet verlaufenden elektrischen Eisenbahn-Hauptlinien sind Teile des europäischen Stammnetzes.

- Mit dem Balaton, dem Donau-Drau Nationalpark, dem Gebiet Zselic, den Fluß- und Aulandschaften, den ausgedehnten Waldgebieten und den ergiebigen Thermalwasserquellen bietet diese Region eine unglaubliche landschaftliche Vielfalt und Schönheit.

- Die vielen Wälder, der reiche Wildbestand, die Viehzucht, die geothermischen Energiereserven, die schönen Naturlandschaften und die über 500 Kulturdenkmäler bilden gute Grundlagen für die Wirtschaft, vor allem für den Fremdenverkehr.

Abwechslungsreiche Geschichte: Fundstellen gibt es bereits aus der Zeit des Römischen Reiches. Nach der Landnahme, 1091 wurde in Somogy vom Ladislaus I., dem Heiligen für die aus Frankreich ins Land geholten Mönche eine Abtei gegründet. Das Grabdenkmal des Königs ist heute eine historische Gedenkstätte.

Die mittelalterlichen Burgen wurden zerstört, es sind nur mehr Burgruinen erhalten. Gegen Ende der Jahre um 1500 wurden 80 Siedlungen mit serbischer Bevölkerung registriert. Nach der türkischen Herrschaft im 17. und 18. Jh. wurden auf dem Gebiet von Somogy Schwaben angesiedelt. Es gibt nur wenige Nationalitäten gibt es, die auf irgendeinem Weg nicht in das Komitat gekommen wären. Gegen Ende des zweiten Weltkrieges verlief auf dem Gebiet des Komitates die Margit-Linie, die den Rückzug der Deutschen sicherte. Somogy diente als vorübergehender Schutz für die Flüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien. Im Zuge der Balkan-Krise wurden von NATO-Einheiten zur Sicherung des Friedens von Dayton in Kaposvár, Kaposújlak und Taszár Nachschubstützpunkte eingerichtet.

Bevölkerung: 1870 hatte das Komitat 254.000 Einwohner. 1985 betrug die Zahl der Einwohner 355.000 und zehn Jahre später 340.000.

Wirtschaft: Aufgrund der Wirtschaftsindikatoren liegt Somogy im Mittelfeld unter den ungarischen Komitaten. Im Bereich der Industrie sind der Maschinenbau, die Leichtindustrie und die Lebensmittelindustrie besonders hervorzuheben. Die verarbeitende Industrie basiert auf der heimischen Agrarproduktion und hat große Tradition. Die Forst- und Wildwirtschaft bilden ebenfalls traditionelle Wirtschaftszweige. Der Jagd-, Thermal- und Dorftourismus stellen einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Die wirtschaftliche Dynamik des Komitates kommt auch in der Zahl der Kleinunternehmen - über 38.000 - zum Ausdruck.

Kultur und Tradition: Das Komitat verfügt über traditionsreiche Folklore, weithin bekannt sind die Stickerei von Buzsák und Karád sowie die Klöppelkunst von Balatonendréd. Die Töpferei und die Holzschnitzerei sind nach wie vor lebendiges Handwerk. Das ethnographische Freilichtmuseum in Szenna und Szántódpuszta wurden mit dem Europa-Nostra-Preis ausgezeichnet.

Berühmte ungarische Literaten - Géza Gárodonyi, István Fekete, Attila József, Gyula Takáts - haben eine besondere Beziehung zu Somogy gehabt und zahlreiche Maler - Aurél Bernáth, Lajos Kunffy, János Vaszary, Mihály Zichy, Károly Reich, Ferenc Martyn, József Rippl-Rónai - begannen ihre künstlerische Laufbahn in Somogy.

Außenbeziehungen: Somogy pflegt seit Jahrzehnten vielseitige Kontakte mit anderen Regionen und ist Mitglied der Versammlung der Regionen Europas und der ARGE Alpen-Adria. Das Komitat hat mehrjährige Partnerschaftsbeziehungen mit der schwedischen Region Västernorrland und mit dem rumänischen Bezirk Harghita. Das Geflecht der Beziehungen wird durch die zahlreichen Gemeindepartnerschaften, interregionalen Kontakten - z.B. mit den kroatischen Regionen Virovitica, Koprovnica und Istrien, dem deutschen Bezirk Rhein-Neckar, dem französischen Tourismusparadies der Loire-Region, der chinesischen Provinz der Gansu, dem russischen Gebiet Rostow und der belgischen Region Flandern - zusätzlich bereichert.