DAS TOR ZUM SÜDEN
Zwischen dem 3797 Meter hohen Großglockner und dem
Gurktaler Alpen im Norden sowie den Karnischen Alpen und Karawanken im Süden erstreckt
sich Österreichs südlichstes Bundesland Kärnten. Die Fläche beträgt 9534
Quadratkilometer, die Einwohnerzahl 550.000. Mit seinen Nachbarn Italien und Slowenien
bildet Kärnten ein Tor zum Süden. Dank der geographischen Lage gibt es hier
durchschnittlich viele Sonnenstunden. Die wärmsten Badeseen der Alpen verleihendieser
Region fast einen mediterranen Charakter.
Vier Jahreszeiten
Ob Winter oder Sommer, Frühling oder Herbst, Kärnten ist
immer eine Reise wert. Besonders attraktiv ist das südlichste Bundesland dank seines
Klimas im Sommer. 1270 Seen und Teiche mit über 60 km² Fläche und großteils
Trinkwasserqualität bieten ungetrübten Badespaß. Und bei der Qualität heimischer
Golfanlagen bekommen soga Professionals leuchtende Augen. Weiters im Angebot: 280
Sportplätze, 285 Sporthallen, über 300 Tennisanlagen sowie Schießstätten und
Klettergärten.
Im Winter laden 20 Schigebiete und das Eis
auf den Seen zu Sport und Spaß ein. Im Frühling und im Herbst ist Kärntens unberührter
Natur ein Dorado für Wanderer, Radfahrer und Alpinisten. Rund 210.000 Gästebetten sowie
15 Millionen Sommer- und drei Millionen Winternächtigungen sprechen für sich. Knapp 18
Milliarden Schilling geben die Gäste pro Jahr in Kärnten aus. Der Fremdenverkehrsanteil
am Bruttoinlandsprodukt beträgt ca. 13 Prozent und zeigt den Wert des Tourismus für
Kärntens Wirtschaft. "ART"
gerechtes
Kärntens Kulturexporte des 20. Jahrhunderts, von Ingeborg
Bachmann und Peter Handke (Literatur) über Günther Domenig (Architektur), Anton Kolig
und Herbert Boeckl (Malerei) bis Kiki Kogelnik (Bildende Kunst), haben Weltruf erlangt.
Zahlreiche Kulturstätten, Festivals und Vereine belegen das kulturelle Erbe des Landes.
Im Schnittpunkt dreier Kulturkreise ist Kärnten auch ein Ort der Begegnung und der
Verständigung. Erwähnt seien hier nur der
"Ingeborg-Bachmann-Literaturwettbewerb", der "Internationale
Publizistikwettbewerb", der "Carinthische Sommer", die Millstätter
Musikwochen sowie diverse Veranstaltungen im Bereich der Arbeitsgemeinschaft Alpen-Adria.
Zahlreiche Museen und eine Vielzahl an Burgen und Schlössern geben Zeugnis von der
bewegten und vielschichtigen Vergangenheit des Landes.
Auch Essen und Trinken wurde in Kärnten
zur Kultur erhoben. Durch den wechselnden Einfluß unterschiedlicher Kulturkreise hat sich
hier eine Küche entwickelt, die in Vielfältigkeit ihresgleichen auf der Welt sucht.
"Reine" Tatsachen
In Kärnten weiß man sehr genau, daß eine intakte Natur
und eine saubere Umwelt das größte Kapital für die Zukunft darstellen. Zielorientierte,
konsequente Arbeit und der Einsatz von rund 300 Millionen Schilling jährlich haben
Kärnten zu einem international anerkannten Umwelt-Musterland gemacht. Die Flüsse haben
die höchste Güteklasse und die Seen Trinkwasserqualität. Kein Wunder also, daß
Kärnten 1991 in London mit dem Europäischen Umweltpreis ausgezeichnet wurde.
Weitere "reine" Fakten: 35
Naturschutzgebiete mit einer Fläche von mehr als 13.000 Hektar, zwei Vogelschutz- sowie
75 weitere Schutzgebiete mit über 35.000 Hektar Fläche sprechen eine deutliche Sprache.
Allein in Kärnten gibt es gut 250 Naturdenkmäler. Mit den "Hohen Tauern" und
den "Nockbergen" kann Österreichs südlichstes Bundesland gleich mit zwei
Nationalparks aufwarten. Und auf dem Sektor der Feuchtbiotope erhielt das Sablatnigmoor
1993 mit dem Ramsar-Diplom internationale Anerkennung. High-Tech Kärnten
Kärntens Industrie ist eher klein- bis mittelständisch
strukturiert, aber international ausgerichtet. Mehr als 50 Prozent der Leistungen gehen in
den Export. Knapp 500 Industriebetriebe beschäftigen rund 30.000 Arbeitnehmer. Die
Kärntner Industrie erzielt jährlich rund 41 Milliarden Schilling. Gemessen am
Produktionswert, rangiert die Elektro- und Elektronikindustrie vor der Chemischen, der
Stein- und Keramischen sowie der Nahrungs- und Bauindustrie mit einem
Gesamtproduktionswert von rund 22 Milliarden Schilling.
In Kärnten ansässige, international
renommierte Unternehmen schätzen die angepaßte Infrastruktur, das Angebot an
hochqualifizierten Fachkräften, das günstige wirtschaftliche und soziale Klima sowie die
effizienten Maßnahmen zur Förderung der Wirtschaft. Moderne Industrie-, Gewerbe- und
Innovationszentren und ein optimales Management duch die Kärntner Wirtschaftsförderung
schaffen die Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg. Kärnten bietet Arbeitsplätze
für fast 200.000 Beschäftigte. Alles
in Bewegung
Eine florierende Wirtschaft braucht eine optimale
Verkehrs-Infrastruktur. Als internationaler Verkehrsknotenpunkt verfügt Kärnten über
3000 km Straßen und 2000 Brücken. Flüsterasphalt, Lärmschutzwände, Amphibientunnels
und Ersatzbiotope zeugen in Kärnten von hoher Umweltverantwortung im Straßenbau. 600 km
Gleisanlagen, 140 Bahnhöfe und einTerminal für verschubtechnische Behandlungen von 3500
Güterwaggons täglich unterstreichen die Bedeutung Kärntens als Verkehrsdrehscheibe im
Süden. |