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Oberösterreich
 

Von Kennern wird Oberösterreich gern als Miniausgabe Österreichs bezeichnet. Hier findet sich die Vielfalt des Bundesstaates im Kleinformat wieder: die eisbedeckten Alpengipfel im Süden, die klaren Bergseen, das fruchtbare Alpenvorland, die Siedlungs- und Wirtschaftsagglomeration rund um die Landeshauptstadt Linz und das waldreiche Mittelgebirge im Norden. Je nach topografischer Gunst hat der Mensch dem Land seinen Stempel aufgedrückt: Klein- und Mittelbetriebe sind allerorten das wirtschaftliche Rückgrat, während Großbetriebe der Metallbranche regionale Schwerpunkte bilden. Große Leistungsfähigkeit wird auch dem Fremdenverkehr und der Landwirtschaft bescheinigt. Gleichrangig  neben den Zeugnissen wirtschaftlicher Betriebsamkeit hat Oberösterreich eine unschätzbare Zahl kultureller Leistungen hervorgebracht, die sich in der weltlichen und kirchlichen Architektur, in den sonstigen bildenden Künsten, in Musik und Literatur, in Brauchtum und Volkskunst und nicht zuletzt in der Wissenschaft dem Interessierten überall erschließen. Auch wenn die Gestalt des heutigen Bundeslandes Oberösterreich erste wenige Jahrhunderte alt ist, sein Boden war schon dem Menschen der Altsteinzeit Lebensquelle und Heimat. Dieses Land hat schließlich einer bedeutenden Periode der Weltgeschichte den Namen gegeben: die Hallstattzeit (800 - 400 v.Chr.), benannt nach dem über 3000 Jahre alten Salzbergbau in Hallstatt, getragen von der Kultur der Illyrer. Ihnen folgten Kelten, Römer, Slaven und Germanen, die schließlich im Stamm der Bayern das Land auf Dauer besiedelten. 
Heute zählt Oberösterreich auf einer Fläche von 11.980 Quadratkilometern  1,3 Millionen Einwohner, die sich überwiegend der baierischen Mundart bedienen. 

Der Landtag setzt sich aus 56 Abgeordneten zusammen, wobei nur jene Partei ein Mandat besetzen kann, die im Wahlkreis die Sperrzahl bzw. im gesamten Bundesland die Vier-Prozent-Hürde erreicht. Den Vorsitz in den durchwegs öffentlichen Plenarsitzungen führt der Landtagspräsident. Wichtigste Aufgaben des Landtages sind die Gesetzgebung, die Wahl der neun Mitglieder der Landesregierung und die Wahl der elf oberösterreichischen Abgeordneten in den Bundesrat, der Länderkammer des Bundesparlaments. Die Landesregierung bildet das vollziehende Organ und gibt sich selbst eine Geschäftsordnung. Den Vorsitz führt der Landeshauptmann. Landtag und Landeregierung werden für die Dauer von 6 Jahren gewählt und haben den Sitz im Linzer Landhaus.